Naoko

Naoko ist in vielerlei Hinsicht besonders. Als erstes springt einem natürlich das versetzte Schallloch ins Auge. Dieses löst ein altes Statikproblem: Das klassische Loch ist genau da, wo der Steg auf die Decke drückt und muss ringsherum besonders ausgesteift werden. Positiver Nebeneffekt: Der Spieler hört sich selbst besser und die schwingende Fläche ist größer.
Die am Unterbug sehr breite Decke ist fächerformig beleistet – wie eine spanische Gitarre. Das macht sie im Vergleich zu Decken von ähnlicher Größenordnung leichter und weniger steif – und damit lauter und bassiger.
Dank des Klangvolumens, das die Decke an sich schon produziert, konnte ich die Zarge sehr flach halten, was Naoko angenehm bespielbar macht.

Decke: Alpenfichte

Schön, schlicht und weiß mit geradem, gleichmäßigem Wuchs, wie es sich für eine Fichtendecke gehört.

Korpus: Palisander

Boden und Zargen sind aus ostindischem Palisander gefertigt.

Hals: Meranti

Schönes Halsmaterial, weil leicht und biegesteif. Das Mahagoni-ähnliche Holz macht sich auch in Kombination mit dem Palisanderkorpus sehr gut.

Griffbrett: Palisander

Da für den Korpus auch schon Palisander verwendet wurde, kam ein anderes Holz fast nicht in Frage. Ebenholz hätte in diesem Fall klanglich nichts zur Gitarre beizutragen gehabt, also: Palisander.